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Philosophie zur Angehörigenberatung


Angehörigenberatung und -begleitung ist hier auf dem Hintergrund Klinischer Sozialarbeit und deren Schwerpunkt psychosozialer Behandlung in bio-psycho-sozialer Perspektive und unter dem Focus der „Person in der Situation“ konzipiert. Als eine dritte Säule in der Behandlung psychisch Kranker - gegenüber der schwerpunktmässig medikamentösen Behandlung der psychiatrischen Medizin sowie der klassischen Einzeltherapie primär Erkrankter durch die Psychologie -  hätte Klinische Sozialarbeit speziell und vorrangig die Aufgabe psychosozialer Diagnose und Behandlung im sozialen Umfeld von PatientIn und deren Angehörigen. Dazu zählt auch eine integrativ ausgerichtete individuelle Angehörigenberatung.

Der hier zu leistenden Beratungstätigkeit liegt eine wertschätzende Sichtweise der Angehörigen psychisch kranker Menschen zugrunde:
  1. In der Familie ist die Erkrankung entstanden oder aufgetreten. Von dort aus, als dem Ort familiärer Geborgenheit ist auch die wesentliche Hilfe zu leisten.
  2. Die Familie ist der Ort der Unterstützung nicht der Verursachung.
  3. Meist braucht es trotz des Unterstützungsangebots viel Geduld vonseiten der Angehörigen, und Veränderung im Familiensystem geschieht nur in kleinen Schritten. Jedoch haben diese kleinen Schritte manchmal grosse Wirkungen.
  4. Angehörige werden als die eigentlich Pflegenden betrachtet. Sie tragen vielfache Belastungen, weshalb gerade auch sie spezielle Unterstützung in der Haltung „Caring for the carers“ (die Pflegenden pflegen) brauchen.

Daraus ergeben sich folgende Grundhaltungen:

  1. Einfühlen und Verstehen: Angesichts der Belastungen der Angehörigen braucht es in erster Linie Präsenz, aufmerksames Zuhören sowie ein verstehender, sich hineinversetzender Umgang. In einer kontinuierlichen Begleitung kann sich eine tragende Beziehung zwischen KlientIn und Beraterin entwickeln. Auf deren Basis ist es möglich, sich der Wahrnehmung des Erkrankten sowie der Vorstellung von seiner Erkrankung bewusst zu werden, um im Anschluss daran eine Umdeutung in eine Form des Miteinander Umgehens zu finden. Angehörige erhalten zunächst Raum für sich, um zu klagen und ihre Anliegen zu formulieren. In weiteren Schritten sind auch Zusammenkünfte und gemeinsame Arbeit mit dem erkrankten Familienmitglied möglich und ggf. sehr hilfreich.
  2. Informieren (Psychoedukation): Bei der Interventionsform der Psychoedukation geht es  um eine Form des Mitwirkens Angehöriger in der Behandlung ihres erkrankten Familienmitglieds. Vermittelt werden zum einen relevante Informationen zu Krankheits-bildern, deren Folgen, zu Medikamenten sowie  Hilfen bei Schuldgefühlen oder im Umgang mit dem Erkrankten. Zum anderen werden Verhaltensmodelle vorgestellt und eingeübt, um Problemen und Konflikten pragmatisch begegnen zu können.  
  3. Unterstützen: Neben der emotionalen Begleitung und Unterstützung in kontinuierlicher Familienbegleitung geht es hier um konkrete Hilfestellungen bei der Lebensführung, -planung und –gestaltung (Zusammenwohnen; Freizeitgestaltung; Umgang mit Behörden) und drittens um Coaching beim Herstellen unterstützender Netzwerke (bspw. einer Selbsthilfe- oder Angehörigengruppe für Erfahrungsaustausch und zur Förderung des Selbsthilfepotentials).

Angesichts der Fülle der Aufgaben - einmal mehr personzentriert und erkenntnisfördernd (klientenzentriert und psychodynamisch), ein anderes Mal mehr Interaktionen beobachtend und trainierend (verhaltenstherapeutisch, systemisch) - ist ein integrativer Ansatz in der klinisch sozialarbeiterischen Angehörigenarbeit bei psychischer Erkrankung unverzichtbar.

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